Die Geschichte der Alten-Schmiede

Überschrieben mit der “Bitte des Kleinschmiedes Heinrich Kuehne zu Steinbach, Landgemeinde Breckerfeld, um Ertheilung der Conzession zum Betriebe der Schenkwirthschaft” war dem Herrn Amtmann Noelle, wohlgeboren in Breckerfeld, unter Datum des 27. Februar 1881 folgendes Gesuch übermittelt worden:

“Ich beabsichte hierselbst in meinem Hause Nr. 162 eine Schenkwirthschaft zu errichten. In demselben ist bis vor mehreren Jahren eine solche betrieben worden. Diese hat der frühere Wirt Löwen nur auf Veranlassung seiner Angehörigen, weil der dem Trunke etwas zugeneigt gewesen sein soll, aufgegeben. Da hier der öffentliche Weg von Breckerfeld nach Rüggeberg vorbeiführt und diesen viele Leute passieren, wirt öfter hier nach Getränken gefragt.

Indem ich bemerke, daß ich durch den mitgemachten Feldzug gegen Frankreich meinem Geschäft häufig nicht so vorstehen kann, wie es sich gehört, bitte ich Euer Hochwohlgeboren ganz ergebenst, für mich die Conzession zur Schenkwirthschaft geneigtest erwirken zu wollen. Euer Wohlgeboren ergebenster Heinrich Kuehne.”
 


Alte Schmiede

Diese erbetene Konzession hat er niemals erhalten. Die Schmiede diente fortan als Stall und Unterstellschuppen. Am Bauernhof vorbeiziehende hungrige und durstige Wanderer, die bei der Familie an die Tür klopften, bekamen dennoch ein Glas Milch oder frisches Quellwasser.

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